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Lehrpfad „Jüdisches Leben in Neubrandenburg“

Ort

Start: Synagogenplatz, Poststraße, 17033 Neubrandenburg
Ziel: Woldegker Straße, 17033 Neubrandenburg
Länge: 3 km
Dauer: ca. 3 Stunden
Alter: empfohlen ab Klassenstufe 9
Fahrrad empfohlen

Träger

Vier-Tore-Stadt Neubrandenburg

Öffnungs­zeiten

ganzjährig

Shop
-
Eintritt

frei

Anfahrt mit PKW/Bus
PKW: √
Bus: √
Parkmöglichkeiten: √

E-Ladestation: √

Anfahrt mit ÖPNV
Bahn: √
Bus: √

Vom Hauptbahnhof fußläufig erreichbar.
ZOB – zentraler Busbahnhof

Anfahrt mit Fahrrad
Anfahrt mit Fahrrad möglich: √
Parkmöglichkeiten: √

E-Ladestation: -

Barriere­freundlich
Bildungs­angebote

Dauerausstellung: -
Sonderausstellungen: -
Außengelände: -
Führung(en): -
Film: -
Angebote für englischsprachige Besucher: -
Hinweise und/oder weitere Sprachen: -
Angebote für Schulen: -
Angebote für Jugend-/­Erwachsenengruppen: -
Workshops und Seminare: -
Infotafeln:
Informationsmaterialien (Flyer, Literaturempfehlung):
Wanderungen und Radtouren: -
Regelmäßige Veranstaltungen: -
Archiv: -
Bibliothek: -
Übernachtungsmöglichkeiten: -

Der Lehrpfad führt zu ehemals bedeutsamen Orten jüdischen Lebens in Neubrandenburg. Über verschiedene Informationsstelen lässt sich die Geschichte der Gemeinde nachvollziehen.

Ein digitaler Rundgang verbindet die Stelen miteinander und enthält neben Bildern und Zeitdokumenten auch Quizelemente. Entwickelt wurde dieser durch die RAA-Geschichtswerkstatt Zeitlupe und die Vier-Tore-Stadt Neubrandenburg mit finanzieller Förderung der Landeszentrale für politische Bildung M-V und kann über die App Actionbound bezogen werden.

Der Rundgang startet am Standort der am 9. November 1938 in Brand gesteckten Synagoge. Wie auch andere Gebäude wurde sie in der Reichskristallnacht durch die SA zerstört. Die Geschichte jüdischen Lebens in der Stadt ist geprägt von Einschränkungen der Siedlungs-, Handels- und Bürgerrechte und weiterreichenden Repressalien.

Ihre liberale Blüte erlebte die jüdische Gemeinde Anfang des 20. Jahrhunderts. So wurde im Jahr 1914 der Sitz der Landesgemeinde von Strelitz nach Neubrandenburg verlegt, weil sich hier mit etwa 100 Mitgliedern die größte Gemeinde im Großherzogtum Mecklenburg-Strelitz befand.

Die Phase der gesellschaftlichen Integration endete abrupt mit der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten im Jahr 1933. Viele jüdische Bewohnerinnen und Bewohner flüchteten in Großstädte, in der Hoffnung in der Anonymität Schutz zu finden. Als der letzte jüdische Einwohner am Vorabend seiner Deportation verstarb, wurde die Stadt dem NS-Wortlaut folgend als „judenfrei“ gemeldet. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs kehrten einige jüdische Einwohnerinnen und Einwohner zwar in die Stadt zurück, verließen diese aber bald darauf, um im westlichen Teil Deutschlands ein neues Leben zu beginnen.

Lehrpfad: https://de.actionbound.com/bound/judennb?setlang

Bildnachweise
  • Vorschaltbild: Lehrpfad- Jüdisches Leben Neubrandenburg, Foto: © Bianka Bülow

  • Headerbild: Die Gedenkplastik 50. Jahrestag der Reichspogromnacht, errichtet 1988, Foto: © Bianka Bülow