StartErinnerungsorte in MV

Förderverein Dokumentations- und Begegnungsstätte Barth e.V.

Ort

Papenstraße 8
18356 Barth

Kontakt

Telefon: 038231 37450
E-Mail: dok-barth@web.de
Webseite: www.dok-barth.de
Twitter: https://twitter.com/barthdok

Träger

Förderverein Dokumentations- und Begegnungsstätte Barth e.V.

Öffnungs­zeiten

Mittwoch und Donnerstag 10-14 Uhr und nach Absprache für Führungen, Seminare und Projekte

Shop
-
Eintritt

frei

Anfahrt mit PKW/Bus
PKW: √
Bus: √
Parkmöglichkeiten: -

E-Ladestation: -

Anfahrt mit ÖPNV
Bahn: √
Bus: -
Anfahrt mit Fahrrad
Anfahrt mit Fahrrad möglich: √
Parkmöglichkeiten: √

E-Ladestation: -

Barriere­freundlich

Gedenkorte im offenen Gelände

Bildungs­angebote

Dauerausstellung:
Sonderausstellungen: -
Außengelände:
Führung(en):
Film: -
Angebote für englischsprachige Besucher:
Hinweise und/oder weitere Sprachen: -
Angebote für Schulen:
Angebote für Jugend-/­Erwachsenengruppen:
Workshops und Seminare:
Infotafeln: -
Informationsmaterialien (Flyer, Literaturempfehlung):
Wanderungen und Radtouren: -
Regelmäßige Veranstaltungen:
Archiv:
Bibliothek:
Übernachtungsmöglichkeiten: -

Zwei Erinnerungsorte sind Gegenstand der Forschung und des Gedenkens an die Zeit des Nationalsozialismus in Barth.

1966 wurde das Mahnmal KZ Barth errichtet. Es erinnert an das KZ Barth, das im November 1943 eingerichtet wurde. Das Lager war durch dreifachen, mit Starkstrom geladenen Stacheldraht umzäunt, von SS-Mannschaften bewacht. Die Insassen des Barther KZ (Außenlager Barth), die an der Herstellung von Flugzeugteilen für den Heinkel-Konzern arbeiten mussten, waren besonders schwerer Misshandlungen durch die Bewacher ausgesetzt, abgesehen davon, dass durch ständige Unterernährung, Überarbeitung und Schikanen das Leben ohne Unterbrechung bedroht war. Die gestorbenen und ermordeten Häftlinge wurden teils nach Rostock ins Krematorium gebracht, teils in Massengräbern in der Nähe des Lagers in Barth verscharrt. Eines dieser Gräber mit 113 Leichen wurde 1963 am Barther Galgenberg entdeckt. Diese wurden dort beigesetzt, wo sich das Mahnmal befindet.

Ein Gedenkstein erinnert an das Kriegsgefangenenlager Stalag Luft I, das im Jahre 1940 als erstes permanentes Kriegsgefangenenlager für Angehörige der alliierten Luftstreitkräfte entstand. Es wurde von der Deutschen Luftwaffe verwaltet. Im Verlaufe des Luftkrieges über Mitteleuropa wuchs die Belegungsstärke sprunghaft an. Ab Januar 1945 erfolgte die Evakuierung der Kriegsgefangenen aus den östlich gelegenen Lagern, wie Heydekrug und Groß-Tychow (Stalag Luft VI). Infolgedessen war Stalag Luft I im April 1945 mit mehr als 9000 Kriegsgefangenen total überfüllt. Am 12.-14.Mai 1945 kehrten sie in ihre Heimat zurück.

Im Bürgerhaus zeigt die Ausstellung „Barth 1933-1945“ Lebensläufe von Menschen, die in dieser Zeit in der Stadt Barth lebten oder auch als Gefangene leben mussten. Die Ausstellung gibt einen Überblick über die wirtschaftliche Entwicklung durch den Bau der Flakartillerieschule, eines Fliegerhorstes und der Pommerschen Industriewerke, einem Munitionsbetrieb, ab 1935. Zahlreiche Dokumente, Filme, Zeitzeugenberichte und Bilder veranschaulichen das Leben und Leiden im KZ-Außenlager Barth und im Kriegsgefangenenlager Stalag Luft I.

Bildnachweise
  • Vorschaltbild: Blick in die Dauerausstellung, Foto: © Hendrik Lietmann/ Landeszentrale für politische Bildung MV
  • Headerbild: Mahnmal KZ Barth; Foto: © Fotograf Hendrik Lietmann/ Landeszentrale für politische Bildung MV