POLITISCHE MEMORIALE E.V. MIT GRENZHUS SCHLAGSDORF

Neubauernweg 1 | 19217 Schlagsdorf
Telefon: 038875 20326 | Fax: 038875 20735
E-Mail:
Internet: www.grenzhus.de

Schlagsdorf, östlich vom Ratzeburger See gelegen, gehörte zwischen 1952 und 1989 zum Grenzsperrgebiet der DDR. Die Bewohner des Dorfes erlebten den Grenzauf- und ausbau, aber auch die Grenzöffnung. Den Zwangsaussiedlungen 1952 und 1961 fielen Einwohner der Region zum Opfer. Nach 1961 verschärfte sich die militärische Sicherung, Kontrolle und Überwachung des Sperrgebietes. Für die SED-Führung hatte die Verhinderung jeder Flucht in die Bundesrepublik oberste Priorität. Minen und Schusswaffen wurden gegen Flüchtende eingesetzt, Flüchtlinge verloren ihr Leben oder wurden inhaftiert. Mit der Grenzöffnung begann der Wandel des Grenzraums vom Todesstreifen zum „Grünen Band“ geschützter Naturräume.
Die 1999 eröffnete Gedenkstätte „Grenzhus Schlagsdorf“ gliedert sich in das Museum, das Außengelände mit rekonstruierten Sperranlagen und dem 3,5 km langen Grenzparcours. Das Grenzhus arbeitet als Informationszentrum im Biosphärenband Elbe-Schaalsee. Es erzählt die Geschichte des Grenzabschnitts zwischen Ostsee und Elbe aus der Sicht der Menschen im Grenzraum. Vor welche Entscheidungen stellte die Grenze Menschen östlich und westlich der Trennlinie und wie prägte sie ihren Lebensalltag? Welche Bedeutung hat die Geschichte der innerdeutschen Grenze und des „Eisernen Vorhangs“ in Europa für unsere Gegenwart? In enger Zusammenarbeit mit dem Biosphärenreservat Schaalsee wird die historische Wechselwirkung zwischen der Grenze und dem Naturraum beleuchtet. Das Grenzhus ist ein Ort der Erinnerung, der Begegnung und des Lernens. Träger ist der Politische Memoriale e. V. Mecklenburg-Vorpommern.