GEDENKSTÄTTE TODESMARSCH IM BELOWER WALD

Belower Damm 1 | 16909 Wittstock
Telefon: 039925 2478 | Fax: 039925 77835
E-Mail:
Internet: www.stiftung-bg.de/below

Bei Heranrücken der Front trieb die SS am 21. April 1945 mehr als 30.000 Häftlinge des KZ Sachsenhausen zu Fuß auf einen Todesmarsch. Für die meisten von ihnen endete der Marsch mit ihrer Befreiung zwischen dem 3. und 6. Mai 1945 im Raum Parchim-Ludwigslust-Schwerin, Hunderte starben unterwegs oder wurden von der SS erschossen. Vom 23. bis 29. April wurde der Großteil der Kolonnen, mehr als 16.000 Häftlinge, im Belower Wald nahe Wittstock zusammengezogen. Sie lagerten ohne Unterkunft und Versorgung im Wald, mit Stacheldraht umzäunt und von einer Postenkette bewacht.
Die Gedenkstätte Todesmarsch im Belower Wald wurde nach umfassender Neugestaltung im April 2010 anlässlich des 65. Jahrestages der Befreiung wiedereröffnet. Im Mittelpunkt steht das rund 20.000 qm große historische Waldgelände. Zahlreiche Bäume tragen Inschriften, die von Häftlingen stammen. Neben dem Wald befindet sich auf einem Plateau die neue Open-Air-Ausstellung. Auf Glasstelen informiert sie mit Texten, Fotos, Dokumenten, Zeichnungen und zahlreichen Berichten von Überlebenden über die Räumung des KZ Sachsenhausen, den Todesmarsch, das Waldlager in Below und die Befreiung. In einer klimatisierten Vitrine werden außerdem Fundstücke aus dem Belower Wald gezeigt. Im ehemaligen Museumsgebäude, das 2002 bei einem rechtsextremistischen Brandanschlag schwer beschädigt wurde, befindet sich eine pädagogische Projektwerkstatt. Das 1975 errichtete Mahnmal wurde im Zusammenhang der Neugestaltung ebenfalls saniert.