DOKUMENTATIONSZENTRUM PRORA

Objektstraße 1 (im Zentrum der Anlage) | 18609 Prora
Telefon: 038393 13991 / 13995 | Fax: 038393 13934
E-Mail:
Internet: www.proradok.de

Prora ist das Synonym für einen NS-Großbau auf der Insel Rügen. Das ehemalige KdF-Seebad Rügen“, gebaut nach dem Entwurf des Kölner Architekten Clemens Klotz (1886–1969), ist inzwischen weltweit bekannt. Dieses Bauwerk repräsentiert eindringlich die soziale Demagogie des „Dritten Reiches“ und bedarf einer Erklärung und didaktischen Begleitung. Nach einer Vorbereitung durch zahlreiche internationale Tagungen wurde im Jahr 2000 durch Unterstützung der Europäischen Union das Dokumentationszentrum Prora eröffnet. Das Dokumentationszentrum zeigt seit 2004 ganzjährig und täglich die große Dauer ausstellung MACHTUrlaub mit Texten, Fotografien, Modellen, Film- und Tondokumenten. Ständig werden wechselnde Sonderausstellungen und Veranstal tungen geboten. Die Dauerausstellung zeigt in der gegenwärtigen Ausbaustufe die Planungs-, Bau- und Nutzungsgeschichte der Anlage in Prora von den Anfängen bis zur Gegenwart und einen Abriss der Sozialgeschichte des „Dritten Reiches“, der sich insbesondere mit dem Begriff der „Deutschen Volksgemeinschaft“ auseinandersetzt. Es wird auch ein umfangreiches Bildungsprogramm Für Jugendliche geboten. Die Ausstellung wird anerkannt und Unterstützt u. a. von der Europäischen Union und einem namhaften Wissenschaftlichen Beirat und wurde u. a. vom Staatsminister Für Kultur und von der Akademie der Künste gewürdigt. Die viel besuchte Ausstellung ermöglicht eine Auseinandersetzung mit den vermeintlich guten Seiten der nationalsozialistischen Herrschaft und den Argumenten der rechten Szene und stellt nach Jürgern Seidel, ehemals Wirtschaftsminister des Landes Mecklenburg-Vorpommern, mittlerweile nicht nur eine erhebliche Stärkung der touristischen Bedeutung Mecklenburg-Vorpommerns dar, sondern wirkt auf den gesamten Ostseeraum.