DOKUMENTATIONS- UND GEDENKSTÄTTE IN DER EHEMALIGEN U-HAFT DER STASI IN ROSTOCK

Hermannstraße 34b (Eingang gegenüber Supermarkt) | 18055 Rostock

Internet: https://www.bstu.de/informationen-zur-stasi/themen/beitrag/dokumentations-und-gedenkstaette-in-der-ehemaligen-stasi-untersuchungs-haftanstalt-dug-in-rostock/

Die Untersuchungshaftanstalt wurde Ende der fünfziger Jahre des 20. Jahrhunderts errichtet.
Sie befand sich auf dem Gelände der Bezirksverwaltung Rostock des Ministeriums für Staatssicherheit und war für Außenstehende nicht einsehbar.
Bis zu 110 Frauen und Männer konnten hier auf drei Etagen in ca. 50 Zellen zeitgleich inhaftiert werden. Die meisten Zellen maßen gerade einmal 7,5 qm. In den Zellen gab es keine Fenster, Tageslicht drang nur durch Glasbausteine. Die Häftlinge sollten nicht sehen können, wo sie sich befinden. Von 1960 bis 1989 waren mehr als 4.900 Frauen und Männer aus politischen Gründen in der Stasi-Untersuchungshaftanstalt eingesperrt. Permanenter psychischer Druck während der Vernehmungen, die Haftbedingungen, die soziale Isolation, Angst und Ungewissheit über das zu erwartende Urteil führten nicht selten zum Zusammenbruch der Häftlinge und Ablegen von Geständnissen.
2017 begann mit Mitteln des Bundes und des Landes die denkmalgerechte Sanierung der Dokumentations- und Gedenkstätte, die im November 2020 abgeschlossen sein soll. Die Wiedereröffnung wird vorbereitet.