STIFTUNG ZENTRUM FÜR FRIEDENSARBEIT MIT GEDENKSTÄTTE EHEMALIGES WEHRMACHTSGEFÄNGNIS ANKLAM

Stockholmer Straße 7 | 17389 Anklam
Telefon: 03971 2937999 | Fax: 03971 2934384
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Internet: friedenszentrum-anklam.de

Von 1940 bis 1945 befand sich in Anklam eines von acht NS-Wehrmachtsgefängnissen. Viele der in dem meist überbelegten Gefängnis inhaftierten Soldaten wurden der Fahnenflucht, der unerlaubten Entfernung und der sogenannten Wehrkraftzersetzung beschuldigt. Weit über 100 Todesurteile gegen die oft jungen Wehrmachtsangehörigen wurden ohne angemessene Gerichtsverfahren ausgesprochen und vollstreckt. Zunehmend kamen Gefangene auch in Bewährungs- und Strafeinheiten. Nach Kriegsende blieben zwei Flügel des Wehrmachtsgefängnisses erhalten. Das Gebäude wurde als Getreidespeicher genutzt. 1961/62 begann eine Forschungsgruppe des Kulturbundes der DDR mit Recherchen zum Wehrmachtsgefängnis. Mitte der 1970er Jahre konnte der Todeszellentrakt als Gedenkort gestaltet werden. Nach der Wiedervereinigung Deutschlands verwahrloste das nicht mehr genutzte Gebäude völlig und fiel dem Vandalismus zum Opfer. 2005 übernahm die Bürgerstiftung Zentrum für Friedensarbeit – Otto Lilienthal – Hansestadt Anklam die Verantwortung. Nach der Teilrestaurierung durch die Stiftung und vielen freiwilligen Leistungen dient das Gebäude jetzt als Zentrum nationaler und internationaler Friedensarbeit. Die Denkmalsarbeit und der neu geschaffene „Wald für Frieden und gegen Klimawandel“ erfahren dabei besondere Aufmerksamkeit.