PRORA-ZENTRUM E.V.

Mukraner Straße 12 | bei der Jugendherberge | 18609 Prora
Tel.: 0162 7350307 | Fax: 038301 61533
E-Mail:
Internet: www.prora-zentrum.de

Das von der NS-Organisation „Kraft durch Freude“ für 20.000 Urlauber geplante „KdF-Seebad Rügen“ bei Binz ging nie in Betrieb, es galt aber in der zeitgenössischen Propaganda als Beispiel für die Errungenschaften der NS-Sozialpolitik. 1936 fand die Grundsteinlegung für die acht Blöcke umfassende Anlage statt, mit Kriegsbeginn wurden jedoch alle Bauarbeiten eingestellt. Prora wandelte sich zu einem Ort für „kriegswichtige Zwecke“. Es wurden militärische Einheiten ausgebildet und Zwangsarbeiter mussten provisorische Behelfsunterkünfte für Evakuierte sowie ein Lazarett errichten.
In der DDR-Zeit baute zunächst die Kasernierte Volkspolizei (KVP) Prora zum Militärstandort aus, 1956 übernahm die Nationale Volksarmee (NVA) die Anlage. Ab 1982 entwickelte sich Prora zum größten Standort von Bausoldaten – den Waffendienstverweigerern der DDR –, die beim Bau des Fährhafens Mukran mitarbeiten mussten. Nach der Friedlichen Revolution wurde der Komplex Prora 1990 an die Bundeswehr übergeben. 1992 übernahm der Bund die Liegenschaft. Inzwischen sind fast alle Gebäude in Privatbesitz. Nur Block 5 ist in öffentlicher Hand, dort befinden sich die Jugendherberge Prora und das PRORA-ZENTRUM. Die Bildungseinrichtung arbeitet vor Ort zurzeit noch in provisorischen Räumlichkeiten, die Sanierung eines Gebäudeteils ist vorgesehen.