MAHN- UND GEDENKSTÄTTEN WÖBBELIN

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Der in Dresden geborene Dichter Theodor Körner wurde als Angehöriger des Lützowschen Freikorps kurz vor seinem 22. Geburtstag am 26. August 1813 in einem Gefecht bei Rosenberg von einer Kugel tödlich getroffen und am folgenden Tag in Wöbbelin beigesetzt. Dieser Platz wurde später auch zur Begräbnisstätte seiner Familienangehörigen. Zum 125. Todestag wurden 1938 für den Poeten und Patrioten Körner ein Museum und ein „Heldenhain“ geschaffen, in dem im Mai 1945 ein Teil der Opfer des nahe gelegenen Konzentrationslagers bestattet wurde. Von Mitte Februar bis zum 2. Mai 1945 existierte zwischen Wöbbelin und Ludwigslust ein Außenlager des KZ Neuengamme. Die Häftlinge, die ab 15. Februar eintrafen, errichteten ein Stein barackenlager, das für Kriegsgefangene der amerikanischen und britischen Luftstreitkräfte vorgesehen war. Ab April 1945 diente dieses nicht fertige Lager für die Aufnahme tausender Häftlinge aus den geräumten Konzentrationslagern. Amerikanische Einheiten befreiten die un ter katastrophalen Bedingungen zusammengepferchten Häftlinge. Für mehr als 1.000 kam jede Hilfe zu spät. 2005 wurde nahe der Straße der Gedenkplatz aus schwarzen Klinkern gestaltet. Namenssteine erinnern an die Opfer. Ein Rundweg, der von Informationstafeln und gemauerten Skulpturen gesäumt wird, führt durch das ehemalige Lagergelände.

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