KRUMMES HAUS BÜTZOW

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Die Geschichte des modernen Strafvollzuges in Bützow beginnt mit der Eröffnung der Landesstrafanstalt Dreibergen 1839. Das Kriminalkollegium mit U-Haft wurde 1812 eingerichtet. Beide Einrichtungen sind Resultate einer Justiz- und Gefängnisreform, die auf menschenwürdige Haftbedingungen und die Wiedereingliederung des Straftäters zielt.
Zwischen 1933 und 1945 wurden zahlreiche politische Gegner, Opfer der NS-Rassenpolitik und Unschuldige inhaftiert. Während des Zweiten Weltkrieges sind darunter Bürger aus fast allen besetzten Territorien. Von Januar bis Mai 1945 ist Dreibergen Hinrichtungsstätte der NS-Justiz.
1945/46 durch die rote Armee als Repatriierungslager genutzt, versucht die deutsche Justizverwaltung in den Nachkriegsjahren einen demokratischen Neuanfang.
Doch mit der SED-Herrschaft kommen erneut politische Gegner und Unschuldige in den Bützower Strafvollzug. Die zahlreichen Enteignungen und politischen Reinigungswellen füllen die Gefängnisse. Ab den 1960er Jahren wandeln sich die Haftbedingungen; „versuchte Republikflucht“ wird wichtigster politischer Haftgrund. 1990 wechselte die Bützower Haftanstalt von der Volkspolizei wieder in die Verantwortung der Justiz.