KRIEGSGRÄBER- UND GEDENKSTÄTTE GOLM (INSEL USEDOM) MIT JUGENDBEGEGNUNGS- UND BILDUNGSSTÄTTE GOLM

Dorfstraße 33 | 17419 Kamminke
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Swinemünde (heute Polen) war während des Zweiten Weltkrieges wichtiger Marine- und Lazaretthafen. Im Herbst 1944 legte man auf der Höhe des nahen Hügels Golm einen Soldatenfriedhof an. Swinemünde war mit Flüchtlingen und Soldaten überfüllt, als 661 amerikanische Bomber am 12. März 1945 die Stadt in ein brennendes Inferno verwandelten. Die meisten Opfer transportierte man zu dem bereits bestehenden Friedhofsareal auf dem Golm, der heute unmittelbar an der polnischen Grenze liegt. Seit 1950 bemühte sich die evangelische Landeskirche im ständigen Konflikt mit staatlichen Stellen um eine dauerhafte Gestaltung des Friedhofs. Ein 1954 aufgestelltes 13 Meter hohes Hochkreuz wurde zerstört. Im Sommer 1969 ließ der Rat des Kreises Wolgast alle Grabkennzeichnungen entfernen und beauftragte den Rostocker Bildhauer Wolfgang Eckardt mit der Gestaltung eines Mahnmals, das sich seit 1974 in Form eines Betonrundbaus auf dem höchsten Punkt des Friedhofs befindet. Die 1952/53 von dem Bansiner Bildhauer Rudolf Leptien für den Golm geschaffene Plastik „Die Frierende“ fand erst 1984 auf private Initiative ihren Platz unterhalb des Rundbaus. 1995 erfolgte die Neugestaltung der Gedenkstätte durch die Interessengemeinschaft Gedenkstätte Golm e.V. Seit 2000 befindet sich die Kriegsgräber- und Gedenkstätte in der Trägerschaft des Volksbundes. Am 12. März 2005 eröffnete der Volksbund die Jugendbegegnungs- und Bildungsstätte Golm in Kamminke.